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Produktionszeitraum: Jun.-Aug. 1992
Release: Nov. 1992
Artist: COSMIC BABY
Title: Stellar Supreme
Format: LP/CD
Label: MFS
Re-Release: 1994 CD / Logic
Re-Release: Nov. 1998 CD / T.O.O.M.
Download Release: Jun. 2007 / T.O.O.M.
 
 
 
Tracklisting The Space Track
Stimme der Energie
Stellar Supreme
Heaven's Tears
Planet Earth 1993 (Blue)
The Pianotrack (Yellow)
Sea Of Tranquility
Cosmikk Trigger 5.1.
Sweet Dreams For Kaa - My Love
Studio Or Spaceship
Galaxia
Cosmic Force
Eurovoodoo
Liebe (Red)
The Universal Mind
The Space Track (Ambient Version) [* Previously Unreleased]
Heaven's Tears (Original Layout - Homestudio May'92) [* Previously Unreleased]
The Space Track (Vinyl Version) [*]
 
[* = Download-Bonus, nicht auf CD]

Vinyl Die Vinyl-LP enthält teilweise spezielle Clubmixe:
Galaxia
Cosmic Force
The Space Track [Clubmix]
Liebe (Red)
Stellar Supreme
Eurovoodoo [Clubmix]
Heaven's Tears [Clubmix]
Sea Of Tranquility
 
 
 
Audiofile 1: Sweet Dreams for Kaa [MP3] [RA]

Audiofile 2: The Spacetrack [MP3] [RA]

Audiofile 3: Planet Earth 1993 [MP3] [RA]

Audiofile 4: Liebe [MP3] [RA]

Die Sound-Beispiele benötigen entweder einen MP3- oder den RealPlayer (www.real.com), zum Anhören (korrekte Einbindung im Browser vorrausgesetzt) jeweils auf den "[MP3]" oder den "[RA]"-Link hinter dem Titel klicken.

 
 

Gedanken:

Kein Künstler, kein Werk kommt aus dem Nichts. So überraschend ein Publikum ein Werk findet, so schnell die Medien mit Schlagworten wie „Shooting-Star“ oder „geniales Album Debüt“ bei der Hand sind: es steckt immer eine (lange) Geschichte dahinter. In meinem Fall 29 Jahre, von denen sich immerhin etwa 25 im Zusammenhang mit Musikmachen abgespielt haben. Ein so genannter „großer Wurf“ setzt sich aus vielen einzelnen Elementen zusammen, die dann in einer Idealkonstellation miteinander reagieren und eine komplexe Kettenreaktion ausführen. Plötzlich entsteht eine Situation, in der persönliche Befindlichkeiten und Fähigkeiten, konzeptionelle Vorstellungen, vertriebs- und produktions-technische Möglichkeiten, emotionale und gesellschaftliche Umstände auf ungeahnt glückliche Weise zusammen treffen. Im Sommer 1992 war alles da, was ich brauchte.

Ich zog in Jens Wojnar's Studio in Berlin Tempelhof und verliess es in den kommenden Wochen meist nur, wenn ich an den Wochenenden Auftritte hatte. Die Auftritte wiederum waren unglaublich wichtig für die Studioarbeit an den Stücken, da ich das, was ich live ausprobiert und erlebt hatte, dann direkt in Komposition und Mix einfliessen lassen konnte. Auf „Stellar“ befinden sich die auf den Punkt gebrachten Facetten meiner damals musikalisch ausdrückbaren Möglichkeiten. Konzeptionelle Archetypen: „The Spacetrack“, „Heaven's Tears“, „Liebe“ und „Planet Earth 1993“.

Zu „The Spacetrack“ inspirierten: die präzise Futuristik von Kraftwerk, die groovende Eleganz von „Disco-Music“ und die romantische Melancholie von Chopin.

Zu einem Cosmic Baby - Klangklassiker wurde der melodiöse Einsatz des einfachsten aller elektronisch erzeugten Klänge: der Sinuston.

Heaven's Tears“ dokumentiert den zweiten Archetypen des „Cosmic Baby“-Stils. Starkes Klaviermotiv in Kombination mit Sequenzer-Arpeggios a la Tangerine Dream oder Giorgio Moroder plus Technobeats sollen ein emotional geladenes, direkt aufnehmbares Musikereignis erzeugen, sowohl im Club, als auch zu Hause.

Als interessante Rarität stelle ich unter den Bonus-Tracks die Urfassung von „Heaven's Tears“ zur Verfügung. Sie entstand in meiner damaligen Einraumwohnung in der Wiener Strasse, Berlin Kreuzberg innerhalb eines frühen Abends bei geöffneten Fenstern, während ich einen sensationell schönen Regenguß mit meinen Instrumenten zu begleiten versuchte.

Ein Beispiel für „Archetyp III“ ist „Liebe“, der „lyrische Hit“ von „Stellar Supreme“, Motiv:
„Melodien erfinden, dass einem die Tränen kommen, während man gleichzeitig vor Glück strahlt.“ Also dialektisch handeln: für sich stehende, eigentlich klischeehaft - belegte Klänge werden in Diskussion miteinander gebracht, mit dem Ziel, sie in ihrer Synthese zu etwas Schönem, Neuem zu machen. Hier: These „Kling-Klang-Glöckchen“ trifft auf Antithese „Acid-303“...

Was Technopuristen, zweitklassige Szenehelden und Trend-Mitläufer immer an mir heftig kritisierten (und noch heute kritisieren), vielen anderen wiederum erst den Zugang zur Technomusik öffnete, sind Kompositionen, die einfach „Musik“ sein wollten und sich einen Dreck um „erlaubt“ oder „nicht erlaubt“ scherten. Stücke wie „Planet Earth 1993“ und „The Universal Mind“ sind erste Beispiele, die man als elektronisch-instrumentale Pop-Hör-Stücke beschreiben könnte, die entweder minimalistisch-abstrakt oder, wie hier, eher atmosphärisch dick aufgetragen sind.

 
 
 


Reviews

"Stellar Supreme" ist Trance Dance der höchsten Perfektion und eine der seltenen bewußtseins­erwei­ternden Platten. ... Alles, was in Zukunft mit dem Etikett "Trance" versehen werden wird, muß sich von die­sem Zeitpunkt ab an "Stellar Supreme" messen las­sen.

Claus Bachor in: CUT, Dez. 92

... eine Mischung aus Psychedelic, House, Techno und Klas­sik, die schon beim ersten Hören voll überzeugt. Cosmic schafft es, aus allen seinen Einflüssen eine Trance-Platte zu schaffen, die nicht nur in der Disco, sondern auch zu Hause oder im Auto sehr gut für Entspannung sorgt. ... derzeit beste Veröffentlichung aus dem Trancebereich.

Folium, Jan. 93

Eine neue Weltmusik mit modernster High Tech scheint hier gefunden zu sein.

Stefan Meyer in: zitty, 25/92

Cosmic Baby fängt da an, wo Elektro-Pioniere wie Brian Eno oder Kraftwerk aufgehört haben, ver­knüpft Soundtracks fürs innere Auge mit hyp­noti­sierenden Rhythmusschleifen. ... schamanisch ge­nial!

Claudia Wiegand in: Prinz, Nov. 92

Schnelle Synthie-Phrasen, kraftvolle Beats, die durchrattern wie im Kreise, sich plötzlich auflö­sen in fein ziselierte Klavier- oder Gitarren-Me­lodien, die so kindlich-naiv klin­gen, daß einem die Tränen kommen könnten - wenn sie nicht doch noch die Kurve auf den Floor kriegten.

Bettina Michael in: Dance, Dez. 92

Der Gesamtkunstwerkcharakter führt eine isolierte Betrach­tung der einzelnen Titel ad absurdum ... Wer nur ansatzweise an elektronischer (Tanz)-Musik interessiert ist, wird auf "Stellar Supreme" nicht verzichten können.

Jochen Ditschler in: Groove, 20/93

 

 

For more details take a look at the
Unofficial Cosmic Baby / Harald Blüchel Discography / Fanpage