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Produktionszeitraum: Aug.-Sep. 1993
Release: Apr. 1994
Artist: COSMIC BABY
Title: Thinking About Myself
Format: 2LP/CD
Label: Logic
Re-Release: Nov. 1998 CD / T.O.O.M.
Download Release: Jun. 2007 / T.O.O.M.
 
 
 
Tracklisting Thinking About Myself
Treptow
Tao 2000
Another Day In Another City
Brooklyn
Au Dessous Des Nuages
Cosmic Greets Florida
Herbst In Berlin
Fantasia
Loops Of Infinity (Contemplative)
Movements In Love
Treptow (Original Layout - Homestudio May 1993) [* Previously Unreleased]
Pohadka (Unreleased Layout - Homestudio May 1993) [* Previously Unreleased]
Power, Corruption & Lies (Studiotrack, August 1993) [* Previously Unreleased]
 
[* = Download-Bonus, nicht auf CD]

 
 
Audiofile 1: Treptow [MP3] [RA]

Audiofile 2: Loops of Infinity (Axiomatic) [MP3] [RA]

Audiofile 3: Brooklyn [MP3] [RA]

Audiofile 4: Fantasia [MP3] [RA]

Audiofile 5: Movements in Love [MP3] [RA]

Die Sound-Beispiele benötigen entweder einen MP3- oder den RealPlayer (www.real.com), zum Anhören (korrekte Einbindung im Browser vorrausgesetzt) jeweils auf den "[MP3]" oder den "[RA]"-Link hinter dem Titel klicken.

 
 

Gedanken:

Künstlerische Selbstdarstellung birgt immer den Verdacht sowohl der Selbstbeweihräucherung als auch der Wichtigtuerei. Das geht schon damit los, wenn man den Begriff „Konzeptalbum“ bemüht, den ich immer wieder für meine Arbeiten beanspruchte.

Hauptintention dafür war die Klarstellung, dass es mir zu jeder Zeit um mehr ging, als ein paar funktionierende Tracks oder Clubhits produzieren zu wollen. Ich wollte immer einen größeren Bogen spannen, so weit das innerhalb des (Techno-) Systems, mit dem ich mich identifizierte, möglich war.

Im Mai 1993 entstanden die ersten Entwürfe für das zweite Hauptwerk. Der inhaltliche Schwerpunkt wanderte von der stellaren „alles ist möglich“- Freude zur verarbeitenden Reflexion der Erlebnisse. Es ging um Spaziergänge, und die Gefühle während dieser Spaziergänge, die in Berlin, am Meer und in vielen bereisten anderen Städten gemacht wurden. Es spiegeln sich: Menschen und Landschaften in eigenen Wünschen und Zweifeln.

Für die Studioarbeiten zwischen August und September 1993 machte ich wieder einen zweimonatigen Komplettumzug in Jens'Studio. Einige Stücke wurden schon zu Hause vorbereitet (2/3/7/8/10). Die anderen entstandenen in den Nächten allein, während am Tage Jens und ich zusammen an der Tontechnik feilten. Sehe ich die Studioarbeit an „Stellar“ in der Erinnerung als leichtfüssiges Spiel in der Sonne, so war „Thinking“ eher ein schwereres, dunkleres Abenteuer. Gemeinsam beiden: die direkte, relativ mühelose Umsetzung von Inspiration.

Ein „Technoalbum“ elektrifiziert-impressionistisch im Satie-Stil zu beginnen, war eine klare inhaltliche Ansage, die über die Achse „Brooklyn“ und „Herbst in Berlin“ bis zu dem Schlussstück „Movements in Love“ durchgeführt wurde.

In meinen Augen der vielleicht bisher gelungenste Stückezyklus innerhalb eines CB-Albums überhaupt: die Schlussstrecke von „Herbst in Berlin“ zu „Fantasia“ zu „Loops of Infinity“ zu „Movements in Love“.

Die ausgewählten Bonustracks sollen die kompositorische Arbeitsweise auf „Thinking“ etwas näher beleuchten:
a) Das Original-Layout von „Treptow“ entstand im April 1993 und stellt die Ausgangsbasis, die thematisch-atmosphärische Grundidee des gesamten Albums dar. Folglich gehört es neben dem Titelstück, „Loops of Infinity“, „Herbst in Berlin“ und „Movements in Love“ zu den Stücken, die schon sehr klar vor dem Gang ins Studio ausgearbeitet waren. Hier musste nur noch an den mixtechnischen Details gearbeitet werden, um aus der Rohversion eine Endversion zu machen.
b) Eine Menge Entwürfe, die zwischen April und Juli entstanden, wurden im Studio nicht weiter verfolgt. Beim Layout „Pohadka; („Märchen“)ist unschwer zu erkennen, dass mir im A- Teil eine „Spacetrack“-Charakteristik vorschwebte, die ich im B-Teil mit einer neuen Art von Sequenzing in Verbindung bringen wollte, was in diesem Stück nachweislich nicht überzeugend gelang („Dudelei...“). Doch liefert dieser B-Teil den direkten inspirativen Bezug zu der musikalischen Grundidee von „Fantasia“, das ich einige Wochen später im Studio komponierte und produzierte.
c) „Power, Corruption and Lies“ entstand komplett im Studio, erschien mir letztendlich aber als „gut produziert-austauschbares Irgendwas“, so dass es aus guten Gründen nicht auf das Album kam. Irgendwie klingt es verblüffend nach Robert Miles und anderen britischen & deutschen Konsorten, die es zu dieser Zeit noch nicht gab, aber in den nächsten Jahren mit perplex identischem Sound Millionen von Platten verkaufen sollten...

 
 
 


Reviews

Wenn sich jemand Impressionen des Anti-Romantikers Eric Satie aneignen darf, dann ist es das Berliner Multitalent Cosmic Baby. ... Mit "Thinking About Myself" löst er starre Grenzen zwischen "klassischer" und "elektronischer" Musik.

MAX, April 94

Personally speaking, "Thinking About Myself" blew me away.

Dark Angel, May 1994

... his most recent album is based in the world of classical piano as much as it is in ambient techno. .. It gives you a feeling of contemplation even though the background's racing. And lets his piano solos fit in perfectly. Cosmic Baby's off swimming with the dolphins. Follow him if you please.

Sandie Don in: 3-D-World No. 193, May 1994

... it sets Cosmic Baby up as the new wunderkid of melodic German electro-pop.

Sarah Champion in: Melody Maker, 16 April 1994

Cosmic Baby combines vivid, shimmering piano tones with a trance-house kick. Cyber classicism or cosmic muzak? Who cares: enjoy the beauty.

I-D, No. 127, April 1994

... a masterful listening piece that does in fact get you thinking. This album really does tug at your emotions and makes a play at controlling your moods, as you realise there are things equally as powerful as the mind.

Joanne Wain in: JOCKEYSLUT, May/June 1994

... a magical and mystical compilation of downtempo ambient movements and uptempo galloping trance tunes all gently linked together.

Dimitri in: 24 seven, April 1994

... with intuitive, extraordinary charm and affecting melancholy. In many ways, Cosmic is trying to tease the soul out of the machine.

Andy Shih in: UndergroundNews No. 21 / 1994

... delves perhaps a bit too far into the pop realm and falls somewhat short of what Cosmic's fans would expect.

NET MAGAZINE No. 18, July / Aug. 1994

It's a good listening experience but the ambient tracks are rather too derivative an the fast tracks a little samey. It's better than most instrumental things but we were expecting a little more from the self styled 'Mozart of Techno'.

DJ, 14 April 1994

A classically-trained musician who has both had a "cyberspace opera" broadcast on national radio and performed at the infamous Love Parade, Cosmic Baby has forged an album of the purest, home-listenable electronica - hardly dance hit-heavy, but utterly brilliant.

SKY Magazine, May 1994

Cosmic Baby is clearly a talented bloke, drawing on a huge (and unusually genuine) spiritual energy to devise a unique version of trance. ... This is likely to piss off your techno purists... While it'd be sad for this emotional, vulnerable, honest music to be commoditised, in an ideal world 'Thinking About Myself' should be heard by millions now, not just in 20 years' time. In days like these, we need music this good.

Andrew Perry in SELECT No 47, May 1994

While many of his other releases rely chiefly on the sounds of new technology, this places the focus on the piano, with looped synthesizer progressions falling subordinate to the organic melodies. Almost a Cosmic Baby Unplugged, if you will. It plays like a living diary, evoking people, places and personal history.

Tamara Palmer in: URB Magazine, July 1994

 

 

For more details take a look at the
Unofficial Cosmic Baby / Harald Blüchel Discography / Fanpage